Stolperfallen beim Daytrading vermeiden

Stolperfallen TradingTrading oder auch Daytrading verspricht vielen den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit. Doch Trading mit Wertpapieren und Währungen hat seine ganz besonderen Rahmenbedingungen und Tücken. Worauf es ankommt und was insbesondere für Anfänger zu beachten ist schildert Dir dieser Artikel.

Beim Trading werden Währungen oder Aktien gekauft. Die Preise dieser Währungen oder Unternehmensanteile ändern sich aufgrund des Marktes (Angebot und Nachfrage) ständig. Der Trader probiert nun diese Wertpapiere möglichst preiswert zu kaufen, auf steigende Kurse zu setzen und die Anteile mit Gewinn wieder zu verkaufen (auch long gehen genannt). Gleichzeitig gibt es aber auch die Möglichkeit, in entgegengesetzter Richtung zu handeln (short gehen). Dabei wird dann auf sinkende Kurse gesetzt.

Was hat es mit Nachrichten und technischer Analyse auf sich?

Nachrichten bewegen dabei natürlich die Märkte. Nachrichten von denen die Börsenhändler denken, dass sie positiv sind sorgen für steigende Kurse, negative dann zu meist für sinkende. Einige Trader handeln aufgrund der Börsennachrichten und probieren über die dann einsetzenden Marktbewegungen Geld zu verdienen (Newstrading).

Mit technischer Analyse probieren viele Trader Kursbewegungen und Trends voraus zu sehen. Dabei werden die Charts mit den Aktienkursen analysiert und nach Auffälligkeiten, Trends oder auch Schwellenwerten und Formationen in den Charts gesucht. Über diese Informationen probiert der Trader dann auf die Zukunft zu schließen und passend dazu Wertpapiere zu kaufen um sie dann später mit Gewinn zu verkaufen.

Warum benötigst Du dafür eine Trading Strategie?

Beim Trading geht es im Prinzip immer darum, möglichst profitable Trades zu machen und dabei von Trends und Chartformationen zu profitieren. Aber Trends sind eben Trends und treten nicht immer so ein wie man es gerne hätte. Trends wirken sich immer erst positiv aus, wenn man sehr viele Trades macht. Wichtig ist es dann mehr positive Trades als negative zu machen, damit am Ende des Tages (oder des Jahres) Geld vom Handeln über bleibt. Zu dem muss dann bei positiven Trades mehr Geld gewonnen werden als bei den gleichzeitig anfallenden negativen Trades verloren geht.

Um dabei den Überblick zu behalten und profitabel zu handeln, ist eine Trading Strategie absolut elementar. Man muss sich vorher überlegen wann man einsteigt in den Trade, wie man Gewinne sichert und Verluste begrenzt und somit wieder aus dem Trade aussteigt. Da auch weitere Aspekte wie das Money Managemenent und Psychologie eine sehr große Rolle spielen, ist eine Strategie für das eigenene Handeln unabdingbar. Gerade bei der Masse der notwendigen Trades, verzettelt sich der Trader sonst und kommt vom gewinnbringenden Kurs ab. Einfaches hin und her macht einer alten Börsenweisheit nach nur die Taschen leer, denn Bankgebühren fallen immer an.

Stolperfallen Trading
Stolperfallen beim Daytrading vermeiden

Warum Money Management für Dich wichtig ist?

Ein kleines Tradingkonto ist schnell verzockt (und auch ein großes). Ohne Strategie und Money Management begibst Du Dich in hohe Gefahr schnell zu den 90% der erfolglosen Trader zu zählen. Da für die Verfolgung von Tradingstrategien viele Trades notwendig sind, ist Money Management ebenfalls unabdingbar.

Beim Handeln auf Trends gibt es immer mal wieder Serien von erfolglosen Trades. Auch wenn Du eine gute Strategie verfolgst. Diese Serie von negativen Trades darf aber nicht Dein Tradingkonto vernichten, bevor wieder positive Trades kommen die Dir Geld einbringen.

Daher ist es wichtig pro Trade nie mehr als 1-2% Deines Tradingkontos einzusetzen. Profis erhöhen dass dann gerne auch auf 3-5%, Du solltest Dich aber an die erste Angabe halten. So hast Du nach einer Negativserie immer noch Kapital um damit wieder auf die Erfolgsspur zu kommen. Verlierst Du beim Traden 20% Deines zur Verfügung stehenden Tradingkapitals (dann bist Du also auf 80% Deines Startkapitals), dann benötigst Du Gewinne von 25 Prozent um wieder auf 100% zu kommen. Verlierst Du gar 50% Deines Kapitals, benötigst Du Gewinne von 100% um von den 50% wieder auf 100% zu kommen. Das ist dramatisch. Verliere also niemals Geld und achte auf Dein Money Management!

Warum die Psychologie beim Daytrading eine soooo wichtige Rolle spielt?

Eine der oder wenn nicht sogar die Hauptaufgabe des Traders ist es, seine Emotionen zu kontrollieren. Gier oder Furcht können das Trading negativ beeinflussen. Dies führt beispielsweise dazu, das Verluste weiter steigen und der Trader nicht aus seinem Trade aussteigt. Er will die Verluste nicht wahr haben und hofft viel zu lange darauf, dass der Trade wieder in eine positive Richtung läuft, damit er die Verluste nicht realisieren muss. Umgekehrt werden Gewinne häufig viel zu früh mitgenommen um sie abzusichern, obwohl der Trade ansonsten weiterhin in eine positive Richtung gelaufen wäre und die Gewinne eigentlich höher ausgefallen wären.

Dagegen benötigt es eine Strategie, die genau festlegt wann aus dem Trade ausgestiegen wird. Die exakt festlegt bei wie viel Verlusten oder wie viel Gewinnen ausgestiegen wird. Dafür ist viel Durchhaltevermögen notwendig (um die Strategie auch einzuhalten), denn sonst droht Gefahr dass Gewinne zu früh mitgenommen und Verluste zu lange laufen gelassen werden.

Man muss das Risiko beim Traden akzeptieren, damit Verlustängste und Gier, ggf. sogar Rachetrading (die Verluste sollen möglichst schnell wieder rein gehandelt werden) dafür sorgen, dass man vom Kurs abkommt.

Und was ist mit Social Trading?

Beim Social Trading legst Du ein Konto an, mit dessen Geld Du anderen Tradern folgst. Auf Social Trading Plattformen werden die Trades von anderen ‚erfolgreichen‘ Tradern nachgetradet – und das ganz automatisch. Du wählst aus welchen Tradern Du folgen möchtest und der Provider kopiert dessen Trades für Dich mit Deinem Geld.

Sicherlich kannst Du erfolgreichen Tradern damit folgen. Aber ob sie in Deinem Sinne handeln (Trading Strategie, Money Management, Risikokontrolle), garantiert Dir niemand. Und auch über die bisherigen Ergebnisse und Verhaltensweisen der anderen Trader, kannst Du nicht auf deren zukünftige Erfolge schließen oder sicher sein, dass sie nicht doch noch ‚dumme‘ Trades machen.

Was Du sonst noch unbedingt zum Thema Trading wissen solltest?

90% der Personen, die mit dem Daytraden anfangen, sind damit nicht erfolgreich. Viele haben sogar ihr Startkapital nach einem Jahr oder weniger komplett mit dem Traden verbrannt. Die die erfolgreich sind, haben häufig ähnliche Erfahrungen gemacht und sind erst nach vielen Jahren und vielen Erfahrungen im Gewinnbereich angekommen.

Im Buy and Hold, also dem langfristigen Anlegen, heißt eine Weisheit: „Hin und Her macht Taschen leer“. Und das gilt erst einmal auch für das Traden in kurzen Zeiteinheiten vom Daytraden bis hin zum Traden im Minutentakt. Selbst wenn Du plusminus Null tradest oder gar kleine Gewinne beim Traden anfallen, werden diese zumeist von den Bank- bzw. Tradinggebühren Deines Depotbetreibers aufgefressen. Die Vielzahl der Trades sorgt hier dann auch für viele Kosten – die sich aufsummieren.

Weiterhin ist Dein Zeiteinsatz erst einmal enorm. Gerade wenn kein großes Tradingkonto vorhanden ist. Man investiert viel Zeit in viele Trades. Entspannter ist hier ein Buy and Hold Ansatz, bei dem Du über ETF’s und Aktien passiv investierst und ohne viel Zeiteinsatz langfristig Gewinne machen kannst. Darüber sollte sich jeder potenzielle Daytrader gewahr werden.

Und berücksichtigen solltest Du ebenso, dass man vom Trading mit einem kleinen Tradingkonto nicht leben kann. Selbst wenn Du super erfolgreich wärst und jeden Monat Dein Tradingkapital um ein paar Prozent vermehrst, nützt es Dir nichts wenn Du nur 5.000 oder 10.000 Euro in Deinem Depot hast. Erst 10, 15 oder gar 20% von 150.000 oder gar 200.000 Euro erlauben Dir, davon ein Leben in Mitteleuropa zu bestreiten.

Dazu kommt noch, das ein nebenberuflicher Einstieg ebenfalls schwierig ist. Der normale Büromensch oder Arbeiter arbeitet eben zu den Zeiten wo die Börsen hier zu Lande geöffnet sind und kann dann nicht traden. In den Nebenzeiten, zum Beispiel am frühen Abend, tut sich dann an den Aktienmärkten hier nichts mehr und es gibt gar nicht genug Bewegung für sinnvolles Traden.

Das alles ist Grund genug, dass Du Dich erst einmal intensiv mit dem Thema Trading auseinander setzt, bevor Du Geld einsetzt und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erst einmal verlierst. Informiere Dich vorher und überstürze nichts. Und wenn Du Dich wirklich an das Thema heranwagst, berücksichtige unbedingt die obigen Regeln. Grundsätzlich kann es natürlich nichts schaden, wenn man um die Marktmechanismen weiß und sich auch einmal mit dem Thema Daytrading beschäftigt hat. Selbst wenn man später Buy and Hold Anleger ist (Wie Du durch langfristiges Anlegen reich wirst), kann man durchaus von diesem Wissen profitieren.

Solltest Du Dich also immer noch dafür interessieren, habe ich natürlich ein paar Links für Dich im Anschluss an diesen Artikel:

DEIN Tradingplan (konstant & erfolgreich daytraden): Handelsansätze, Tradeverwaltung, Risikokontrolle - mit Struktur und Disziplin Selbstsabotage vermeidenEinsteigen kannst Du in diesen Themenblock beispielsweise mit „DEIN Tradingplan (konstant & erfolgreich daytraden): Handelsansätze, Tradeverwaltung, Risikokontrolle – mit Struktur und Disziplin Selbstsabotage vermeiden“ von Tamash Trader.

 

Das große Buch der Markttechnik: Auf der Suche nach der Qualität im TradingEin Standardwerk zum Trading mit vielem Wissenswertem ist „Das große Buch der Markttechnik: Auf der Suche nach der Qualität im Trading“ von Michael Vogt.

 

Vieles mehr über das Trading und was Du in jedem Fall berücksichtigen solltest, vermittelt beispielsweise die Webseite Tradimo ganz gut: www.tradimo.com


Weitere Artikel zu diesem Thema im Succezz-Blog:

Wie Du durch langfristiges Anlegen reich wirst

Wie Du mit Dividendenaktien vorsorgst

Wie Du einen Geldbeutel dicker machst

Mehr Freiheit mit passivem Einkommen

Hinweis: Die Beiträge auf dieser Seite dienen lediglich der allgemeinen Bildung und Information – nicht der Beratung bei finanziellen Anliegen. Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Nutzt hierfür alle Weiterbildungsmöglichkeiten, Steuerberater und entsprechende Beratungsstellen.

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